Schulden essen Seelen auf
Zu wenig Schlaf bringt Stress
Herzinfarkt: Frauen bekom- men Bauchschmerzen
Bewegung verhindert Krebs
Herzinfarktrisiko an den Haaren ablesen
Masern: Von wegen Kinderkrankheit
Schlaflosigkeit: Warnzeichen des Körpers
Ausdauersportler: Häufig Herzprobleme
Körperfett-Anteil bestimmt Bluthochdruck-Risiko
Jugendsexualität: Späterer Sex, bessere Verhütung
Kaffee schützt vor Herzinfarkt
Geistiges Training schützt vor Alzheimer
Lebensstil beeinflußt Auftreten von Kopfschmerz
Die Gesundheitsgefahren dicker Kinder
Ausdauertraining hilft auch Älteren mit Herzschwäche
Depressionen: Tabuthema
 
 

Aktuell > 2010
Foto: PhotoDisc
Sowohl natürliche Essenzen und Ölen wie auch synthetische Duftstoffe können der Gesundheit schaden (Foto: PhotoDisc)
Allergien durch Duftstoffe

Mittlerweile finden sich Duftstoffe in fast allen Produkten des täglichen Lebens: in Parfüms, Reinigungsmitteln, Weichspülern oder Kosmetika und sogar in Lebensmitteln. Nicht immer steht uns der Kontakt mit ihnen frei: In Kaufhäusern werden sie eingesetzt, um ein besseres Kauferlebnis zu schaffen. Neben natürlichen Essenzen und Ölen verwenden Hersteller auch synthetische Duftstoffe. Beide Varianten können gesundheitliche Beschwerden – vor allem Allergien - auslösen.

„Die Unverträglichkeit auf Duftstoffe äußert sich als Kontaktallergie in Form eines allergischen Kontaktekzems", erklärt Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). In Deutschland leiden etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung unter einer Allergie gegen bestimmte Duftstoffe. „Juckende Haut, nässelnde Bläschen und Schuppen gehören zu den Symptomen einer Kontaktallergie", weiß Dr. Arne Menzdorf. An den Stellen, die mit dem allergieauslösenden Stoff in Berührung gekommen sind, können sich auch chronische Ekzeme bilden.

Vollständige Heilung ist im Falle einer Kontaktallergie nicht möglich „Allerdings können die Beschwerden gut gelindert werden", macht Lämmel Hoffnung. Akute allergische Ekzeme werden dabei unter lokalem Einsatz von Medikamenten behandelt. Bei schweren oder nicht heilenden Kontaktekzemen kann die kurzzeitige Gabe von Kortisontabletten notwendig werden.

„Wichtig ist, den Auslöser zu meiden", rät Menzdorf. Allerdings ist es gerade bei einer Duftstoff-Allergie nicht ganz einfach, diesem aus dem Weg zu gehen. „Das kann trotz der Deklarationspflicht für Kosmetika schwierig werden", pflichtet Lämmel bei.

Auf den Verpackungen lassen sich meist nur die Sammelbezeichnungen „Parfüm", „Fragrance", „Aroma" oder „Flavour" nachlesen. Zusammensetzung und Gehalt der Einzelbestandteile müssen nicht angegeben werden. Lediglich 26 Duftstoffe, die durch ein hohes Allergiepotential aufgefallen sind, werden deklariert. Betroffene finden in Drogerien und Apotheken aber ein Sortiment duftstofffreier Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Weichspüler ohne Duft.

Duftstoff-Allergene in der Innenraumluft zu meiden, ist kaum möglich. In privaten Räumen sollten Düfte dennoch möglichst selten und nur für kurze Zeit eingesetzt werden. Regelmäßiges Lüften und emissionsarme Einrichtungsgegenstände sorgen zusätzlich für eine bessere Qualität der Innenraumluft.

Die Zahl der Duftstoffe ist groß. In der Duftstoffindustrie werden ca. 3000 verschiedene Düfte verarbeitet. Ein Parfum kann aus bis zu 300 oder mehr verschiedenen Duftstoffen bestehen. Mittlerweile gibt ist kaum ein Kosmetikum (einschließlich Zahnpasta und Mundwässer sowie Kosmetika für Kinder) oder Reinigungsmittel frei von Duftstoffen und Wäsche wird vielfach zusätzlich mit duftstoffhaltigen Produkten nachbehandelt. Sogar in Lebensmitteln wie Speiseeis, Kaugummi, Backwaren, Limonaden, Pudding, Creme- und Geleespeisen, Soßen, Suppen, Zuckerwaren, Füllungen für Schokoladenwaren finden sich Duftstoffe.

Auch die Verbreitung “angenehmer” Raumdüfte, die von sogenannten Lufterfrischern auch in Kaufhäusern versprüht werden oder die gezielte Freisetzung ätherischer Substanzen in der “Aroma”-Therapie tragen häufig zum Kontakt mit Duftstoffen bei. Daher ist es oft schwierig, den Auslöser für eine Duftstoff-Allergie zu bestimmen.

Dass Frauen eine im Vergleich zu Männern häufiger über Duftstoff-Allergien klagen, dürfte dem häufigeren Kontakt von Frauen mit parfümierten Produkten geschuldet sein. Die verbreitete und intensive Anwendung von Kosmetik im Gesichtsbereich führt offenbar dazu, dass unter den Patienten mit Gesichtsdermatosen häufiger Duftstoff-Allergien auftreten. Auch ein fortgeschrittenes Lebensalter erhöht das relative Risiko einer Duftstoff-Allergie.

Alles-zur-Allergologie.de hat häufige in Deodorants und Kosmetika nachgewiesene Duftstoff-Komponenten aufgelistet, die besonders potente Allergene sind: Baummoos absolue, Eichenmoos absolue, Farnesol, Hydroxycitronellal, Isoeugenol, Lyral, Zimtaldehyd.

WANC 13.07.10, Quelle: myAllergo.de, alles-zur-allergologie.de

Duftstoffe: Begünstigen Allergien

Duftstoffe: Ungewollte Nebenwirkungen

Gesundheitliche Risiken durch Duftstoffe

Fragen und Antworten zu verschiedenen Gesundheitsthemen
Welche Obstsorte hat den größten Einfluss auf den Blutzucker?

Wann treten Hitzewallungen in den Wechseljahren am häufigsten auf?

Warum verursachen die Schmerzmittel ASS, Diclofenac und Ibuprofen manchmal Magenprobleme?

Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

Wie beginnt eine Schizophrenie?

Überblick aller Fragen und Antworten

 
Seite versenden  
Seite drucken