
Verschiedene Tests ermitteln, ob eine Infektion vorliegt und ob sie noch aktiv ist
Meist wird Hepatitis C durch Zufall entdeckt. Das liegt vor allem daran, dass es keine spezifischen Symptome gibt, die auf die Erkrankung hinweisen.
Einen ersten Hinweis auf eine Erkrankung der Leber findet der Arzt, wenn die Laborwerte einiger Leberenzyme auffällig sind. Um eine Hepatitis-C-Infektion nachweisen zu können, muß ein besonderer Antikörper gegen Bestandteile des HC-Virus mit serologischen Tests (ELISA, enzyme-linked immuno-sorbent assay) gefunden werden.
In der Regel können Antikörper drei bis vier Wochen nach einer HCV-Infektion nachgewiesen werden. Allerdings ist das manchmal auch erst nach einigen Monaten möglich.
Der ELISA-Test sagt allerdings nur aus, dass eine Infektion statt gefunden hat. Er gibt keinen Aufschluß über die Aktivität der Erkrankung. Mit weiteren Tests (z. B. RiBA, Matrixtest, PCR) muß anschließend heraus gefunden werden, ob es sich um eine akute HCV-Infektion handelt oder nicht.
Erfolgt bei diesen zusätzlichen Test kein Nachweis von Viren, wiederholt der Arzt die Untersuchung nach drei bis sechs Monaten. Erst wenn das Ergebnis auch dann negativ ausfällt, kann man davon ausgehen, dass die Infektion ausgheilt ist.
Manchmal führt der Arzt zusätzlich eine Leberbiopsie durch. Dabei entnimmt er der Leber ein winziges Stück Gewebe. Dieses benötigt er, um eventuelle krankhafte Veränderungen in der Leber aufspüren und beurteilen zu können. Diese Informationen dienen ihm als Basis für die notwendige Therapieentscheidung.