
Pegyliertes Interferon-alfa: Den Interferon-alfa-Spiegel im Körper über einen längeren Zeitraum gleichmäßig hoch halten
Erst in den letzten Jahren sind neue Behandlungswege gegen Hepatitis C entwickelt worden. Ein allgemein gültiges Therapieschema existiert derzeit allerdings nicht.
In seiner Broschüre über Hepatitis C schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI): "Für die medikamentöse Therapie stehen derzeit zwei Substanzen mit antiviralen Eigenschaften zur Verfügung: Interferon-alfa und Ribavirin.
Interferone sind körpereigene Stoffe, die der Organismus zur Abwehr von Viren selbst herstellt. Je nachdem, um welchen Virus es sich handelt, setzt das Immunsystem unterschiedliche Interferone ein. Das, welches es zu Bekämpfung des Hepatits-C-Virus aufbietet, ist das Interferon-alfa.
Wenn die eigene Inteferon-Produktion nicht ausreicht, um mit dem Virus fertig zu werden, untersützten die Ärzte den Prozeß durch zusätzliche Gabe von Interferonen. Deshalb unterstützt eine Interferon-Therapie das Immunsystem bei seinem Kampf gegen das Hepatits-C-Virus.
Noch besser wirksam ist sogenanntes pegylierte Interferon-alfa. Es stellt den Wirkstoff über eine lange Zeit in gleichmäßig hoher Konzentration zur Verfügung. Während der Patient sich Interferon-alfa etwa dreimal pro Woche spritzen muß, reicht es beim pegylierten Interferon-alfa einmal wöchentlich aus.
Ribavirin wird in Kombination mit Interferon-alfa bei chronischer Hepatits C oder beim Genotyp 1 des Virus eingesetzt. Dazu das RKI: "Nachdem die Heilungschancen durch die Kombinationstherapie inzwischen relativ gut sind, ist es wichtig, möglichst viele Patienten mit chronischer Hepatits C durch gezielte Labordiagnostik zu identifizieren und - sofern sie die Voraussetzungen erfüllen - zu behandeln."