
Penis in erigiertem Zustand
Die Samenflüssigkeit, das Gemisch aus Prostatasekret, der Flüssigkeit aus der Samenblase und den Spermien, dehnt schließlich die hintere Harnröhre aus und leitet dadurch einen Reflex ein - der Ejakulationsvorgang beginnt. Selbst mit aller Willenskraft könnte ein Mann nun den Samenerguß nicht mehr aufhalten.
Das Prostatasekret hat zwei Funktionen: Es macht die Spermien beweglicher und es bereitet für sie in der Scheide eine Umwelt, in der sie überleben können. Denn aus der Sicht der Spermien ist die Scheide einer Frau ein unwirtlicher Ort: Dort herrscht normalerweise ein chemisch saures Milieu, das zwar vor Infektionen schützt, die kleinen Kerlchen aber gar nicht vertragen. Deshalb schwimmen sie so lange wie möglich im eigenen, heimischen Sekret, wo es ihnen besser geht. Und sie bringen eine Menge davon mit: Die Spermien selbst machen lediglich ein Zehntel des Volumens der gesamten Samenflüssigkeit aus.
Die Harnröhre: Transportkanal für Samenflüssigkeit und Harn
Die Harnröhre wird, wie der Name schon sagt, nicht nur von der Samenflüssigkeit, sondern auch vom Harn auf dem Weg nach außen benutzt. Damit sich diese beiden doch so unterschiedlichen Flüssigkeiten nicht in die Quere kommen, wird der Blaseneingang während der Erregungsphase geschlossen. Aber nicht nur das Wasserlassen zur falschen Zeit wird so ausgeschlossen, sondern auch, daß die Samenflüssigkeit den falschen Weg in die Harnblase wählt. Bei Männern, deren Verschlußmechanismus nicht oder nicht mehr funktioniert, wird die Samenflüssigkeit nicht durch die Eichel hinausgeschleudert, sondern sie landet in der Blase. Der Mediziner spricht dann von einer retrograden (rückwärtsgerichteten) Ejakulation.
Schmierstoff aus den Cowperschen Drüsen
Damit die sensiblen Spermien sich nicht schon in der Harnröhre aufreiben, sondern zusätzlich die Cowperschen Drüsen, erbsengroße Drüsen beiderseits der Harnröhre, ein Sekret ab. Diese Flüssigkeit neutralisiert mögliche chemisch saure Überbleibsel in diesem Kanal, schmiert zudem die Röhre und bereitet so den kostbaren Zellen auf ihrer Reise einen leichten, verlustarmen Start.
Nach dem Samenerguß nimmt die Penisversteifung wieder ab. Nach etwa einer halben Stunde hat des Mannes bester Freund schließlich wieder seine Normalgröße erreicht. Wie lange er braucht, bevor er zu neuen Taten bereit ist, variiert von Mann zu Mann und von Mal zu Mal. Die einen sind nach wenigen Minuten wieder voll da, andere beanspruchen einen Tag Ruhepause. In der Regel ist die Erholungsphase bei jüngeren Männern deutlich kürzer als bei älteren.
Zur Erektion muß Blut fließen
Die Samenfabrik liegt im Hoden
Ein Blick in die Samenfabrik