
Sexualtherapie paarweise
Impotenz ist meist das Problem von zwei Menschen. Das bedeutet, daß das Problem auch von zwei Menschen gelöst werden sollte. Dies gilt um so mehr, wenn die Ursachen im psychischen Bereich liegen. Eine Sexualtherapie sollte deswegen als Partnerschaftstherapie verstanden und gemeinsam gemacht werden.
Maßnahme: Mund aufmachen
Doch auch wenn das Problem ohne Hilfe von außen angegangen werden soll, ist Offenheit in der Beziehung unabdingbar. Zunächst einmal muß der Mann seiner Partnerin seine Potenzprobleme eingestehen. Er darf keinesfalls versuchen, sein "Nichtkönnen" mit angeblicher Müdigkeit, Kopfschmerzen oder anderen Ausreden zu tarnen - weder vor seiner Partnerin noch vor sich selbst.
Nicht schmerzfrei: Ursachensuche
Die dann folgende gemeinsame Suche nach den Ursachen kann mitunter auch für die Partnerin unangenehm sein. Zum Beispiel, wenn ein Beziehungskonflikt hinter dem Potenzproblem steckt, eine Beziehungskrise, die sich angesichts der Potenzschwierigkeiten nicht mehr ignorieren läßt.
Während sich die Partner gemeinsam bemühen, die für die Potenzschwäche verantwortlichen Probleme zu lösen, ist gegenseitige Bestärkung wichtiger denn je; Schuldzuweisungen vertiefen das Drama allenfalls.
Klar, das ist alles leicht gesagt, im richtigen Leben aber nicht so einfach. Die kundige Anleitung eines Sexualtherapeuten kann deshalb hilfreich sein. Oft genügen schon ein oder zwei Gespräche, um das Problem einzukreisen und den Weg aus der Misere zu zeigen.
Häufiger Hinweis: die Verzicht-Probe
Ein Rat des Therapeuten kann zum Beispiel lauten: sich für einige Zeit aus dem Verkehr ziehen, nicht aber der Zärtlichkeit entsagen. Das nimmt auf jeden Fall die Angst vor dem sexuellen Versagen aus dem Spiel.
Dann müssen die Geschlechtsregionen erstmal darben, denn die bekommen zunächst nichts von den Streicheleinheiten ab. Erst schrittweise dürfen beide - wie damals auf dem Weg zum ersten Mal - langsam voranschreiten. Und selbst wenn es zu einer Gliedversteifung kommen sollte, bleibt der Verkehr einstweilen noch verboten.
Bewußtseins-Wachstum ohne Verkehr
Dadurch wächst das Bewußtsein dafür, daß Sex mehr ist als Geschlechtsverkehr. Ein Versagen des Mannes ist aber ausgeschlossen. Schließlich kann er nicht versagen, wenn er gar nicht darf. Er kann also streßfrei die Streicheleinheiten durch die Partnerin genießen und sehen, ob sich auch sein Penis an der Zärtlichkeit erfreut.
Erst wenn solche Streichelfestivals zum wiederholten Male vom Penis durch Versteifung abgesegnet wurden, sollte das Paar wieder den Geschlechtsverkehr als Möglichkeit, nicht aber als Pflicht, in sein Liebesspiel aufnehmen.
Auszeit für den Penis
Falls dieser Kunstgriff mit der Auszeit doch nicht greift oder gar unangenehm ist, kommt die Zeit für den nächsten Schritt, ein Gespräch mit einem Sexualtherapeuten, eine keineswegs ehrenrührige Sache. Und peinlich braucht es auch nicht zu sein, schließlich hören und besprechen Therapeuten solche Probleme jeden Tag.
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