
Skat gegen Impotenz
Nein, Kartenspielen hilft nicht gegen Impotenz. SKAT steht für "Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie". Dabei spritzt sich der Mann selbst beizeiten eine gefäßerweiternde Substanz in den Schwellkörper: Dieser Wirkstoff sorgt dafür, daß Blut in die erweiterten Arterien strömt und für eine runde Stunde die Erektion steht.
Braucht Überwindung: Spritze in den Penis
Zweifellos muß man sich schon einen Ruck geben, um sich selbst eine Injektionsnadel in den kleinen Freund zu pieksen. Außerdem empfiehlt es sich, die Herzdame kurz zu informieren, bevor man mit der Spritze unter der Bettdecke zu hantieren beginnt.
Als Entdecker der erektionssteigernden Wirkung der blutgefäß-erweiternden Substanzen gelten der Pariser Gefäßchirurg Virag und der Engländer Giles Brindley. Die Wirksamkeit demonstrierte Brindley während eines Ärztekongresses in Las Vegas. Dort injizierte er sich auf der Bühne ein solches Mittel und öffnete den Kittel, um dem Publikum den Erfolg zu präsentieren.
Skat hilft fast allen
Wie bei dem englischen Arzt wirken die Substanzen bei den meisten Männern. Laut Statistik liegt die Erfolgsquote extrem hoch: 96 Prozent.
Skat kann zwar vielen Männern helfen, aber nicht allen: Darauf verzichten müssen beispielsweise Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder einer Erhöhung des Hirndrucks. Einigen Männern werden auch Nebenwirkungen die Anwendung vergällen: Zunächst einmal droht die Gefahr des Priapismus, einer schmerzhaften Dauererektion. Wenn sie nach vier Stunden nicht nachläßt, muß sich der betroffene Mann flugs auf den Weg ins Krankenhaus machen. Dort wird dann entweder ein Gegenmittel gespritzt oder aber das in den Schwellkörpern gefangene Blut wird abgesaugt. Geschieht dies nicht rechtzeitig, nehmen die Schwellkörper Schaden.
Die heute genutzten Präparate bergen allerdings nur noch eine geringe Priapismusgefahr. Ärzte berichten, daß Fälle von Dauererektion nur noch bei weit weniger als jedem hundertsten Patienten vorkommen.
Nur zwei Skat-Abende pro Woche
Bei jeder SKAT-Injektion wird durch den Einstich die Schwellkörperhaut ein wenig verletzt und vernarbt dort. Im Laufe der Zeit sammeln sich diese Narben an und dann kann, so die Meinung der SKAT-Kritiker, die potenzfördernde Spritze nirgendwo mehr angesetzt werden. Um dieses Risiko von vornherein zu begrenzen, sind nicht mehr als zwei SKAT-Injektionen pro Woche erlaubt.
Noch inoffiziell: SKAT
Wichtig: Keine der für die SKAT-Therapie verwendeten Substanzen wurde bisher vom Bundesgesundheitsamt zur Bekämpfung von Erektionsstörungen zugelassen. Für die Patienten heißt das, sie müssen dem Arzt schriftlich bestätigen, daß sie es auf eigene Gefahr nutzen. Weil diese Zulassung noch aussteht, übernehmen auch nicht alle Krankenkassen die Kosten für diese Therapie.
Wenn sich ein Mann für die SKAT-Therapie entschieden hat, macht ihn sein Arzt zunächst mit der richtigen Injektionstechnik vertraut. Dabei lernt er, wo und wie die Spritze anzusetzen ist. Patienten, die Hemmungen haben, sich selbst eine Spritze zu setzen, können auch einen sogenannten Injektionsautomaten benutzen, der die Nadel automatisch einsticht.
Injektionsautomaten statt Spritze
Zu Hause injiziert sich der Patient das Mittel unmittelbar vor dem geplanten Geschlechtsverkehr. Normalerweise verstreichen zehn Minuten, bis der Penis die volle Erektion erreicht hat. Männer mit Durchblutungsstörungen dagegen müssen im Einzelfall mit einer Vorlaufzeit bis zu einer Stunde rechnen.
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