
Verboten: Cannabis-Drogen
Damit kein Zweifel aufkommt: Cannabis-Drogen, also Haschisch und Marihuana sind in Deutschland und in vielen anderen Ländern verboten. Die aktuelle Diskussion, den Besitz geringer Mengen der Cannabis-Drogen nicht zu bestrafen, bedeutet noch lange keine Legalisierung. Die Betrachtung von Wirkstoff und Wirkung ist allein theoretisch.
Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird schon seit ewigen Zeiten als Aphrodisiakum benutzt. So wurden bereits vor 5.000 Jahren Cannabis-Drogen im Himalaya zur Steigerung der Lust eingesetzt.
Vor 5000 Jahren: Hanfdrogen zur Luststeigerung
Auch in der traditionellen indischen Medizin benutzt man Cannabis in Kombination mit anderen Substanzen als Mittel gegen schwindende Liebeslust und nachlassende Potenz. Die alten Griechen setzten zwar ebenfalls auf die luststeigernde Kraft des Hanfs, gleichzeitig aber fürchteten sie bei übermäßigem Genuß negative Folgen für die Manneskraft. Dieser Warnung schloß sich zum Beispiel der berühmte griechische Arzt Dioskurides im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung an.
Nicht überall galten Cannabis-Drogen als potenzsteigernd. Im alten Rom beispielsweise warnte man ausdrücklich vor ihrer Anwendung. Der Schriftsteller Plinius der Ältere (24-79 n.Chr.) schrieb: Der Hanfsamen "soll die Zeugungsfähigkeit der Männer zerstören."
Ob die Mittel, die er als Alternative empfahl, besser gewirkt haben, darf man bezweifeln. Plinius riet Männern mit Potenzproblemen nämlich, ihren Penis mit dem Urin eines Stieres zu bestreichen oder den rechten Lungenflügel eines Geiers in Kranichhaut verpackt als Amulett zu tragen.
In Arabien geschätzt: Haschisch
Daß Hanfdrogen impotent machen könnten, fürchtete man in der arabischen Welt nicht. Im Gegenteil: Dort wurden sie spätestens seit dem 8. Jahrhundert als wirkungsvolle Aphrodisiaka geschätzt.
In einem alten persischen Gedicht hieß es: "Vom Haschisch wird der Peniskopf groß gleich dem Amboß, wie er auch sei - er wird zweimal so groß." Oft wurde Haschisch nicht allein, sondern in Kombination mit anderen luststeigernden Ingredienzen verwendet.
Fröhlichkeitspillen aus dem Orient
Aus dem Orient wird von "Fröhlichkeitspillen" berichtet, die neben Haschisch auch Opium, Stechapfel, Moschus, Honig und verschiedene Gewürze enthielten.
Hasch: heilt keine Potenzprobleme
Trotz enthusiastischer Berichte aus vielen Jahrtausenden ist nicht klar, ob Haschisch oder Marihuana direkt die Potenz steigern, oder - wie andere Drogen - das Empfinden intensivieren. Ähnlich wie Alkohol setzen Cannabis-Drogen die Hemmschwelle herab und wirken entspannend und beruhigend. Sexuelle Erlebnisse werden, so berichten viele Konsumenten, im Haschischrausch besonders intensiv erlebt. Umgekehrt erzählen aber auch viele Haschischraucher von einer Zufriedenheit und Lethargie, die keine sexuelle Lust aufkeimen läßt. Unstrittig ist aber, daß Cannabis-Drogen gravierende Potenzstörungen nicht zu heilen vermögen.
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