> Viagras Vorsprung aufgeholt


Nicht zuletzt wegen der zahlreichen Nebenwirkungen von Viagra witterten andere Pharma-Firmen ihre Chance, sich mit eigenen, besser verträglichen und einfacher anwendbaren Präparaten einen Teil des gewinnträchtigen Potenzpillen-Marktes zu sichern. Die ersten Konkurrenten waren im Sommer 2001 "Ixense" (Takeda Pharma) und "Uprima" (Abbott Laboratories), die beide auf dem Wirkstoff Apomorphin Hydrochlorid basieren. Dieser setzt im Gegensatz zu Viagra nicht lokal, sondern durch einen zentralen Wirkmechanismus direkt im Gehirn an – ganz nach der Devise, dass Sex sich insbesondere im Kopf abspielt. Dort stimuliert Apomorphin die Rezeptoren für den Botenstoff Dopamin und verstärkt so die Nervenimpulse, die schließlich zu einer Erektion führen.


Der Vorteil von Apomorphin gegenüber dem Viagra-Wirkstoff Sildenafil ist in erster Linie die erheblich schnellere Wirkung: Während Mann mit Viagra erst nach etwa einer Stunde "einsatzbereit" ist, tritt die Wirkung bei Uprima und Ixense schon nach rund 20 Minuten ein. Außerdem ist die Wirkung unabhängig davon, wann und wieviel man zuvor gegessen hat, denn die Apomorphin-Pillen werden nicht geschluckt, sondern "sublingual" verabreicht: Man legt sie unter die Zunge, wo sie sich innerhalb weniger Minuten auflösen – ohne Umweg über den Verdauungstrakt: Also direkt von der Zunge ins Hirn zum Sex.


Wirksam ist Apomorphin allemal: Laut Forschungsberichten gewannen rund 70 Prozent der Testkandidaten ihre Manneskraft zurück. Voraussetzung für den Erfolg ist aber auch bei Ixense und Uprima eine sexuelle Stimulation: Wer nicht erregt ist, bekommt auch keine Erektion.


Frei von Nebenwirkungen sind allerdings auch Uprima und Ixense nicht: Neben Kopfschmerzen und Schwindel klagen Anwender am häufigsten über Übelkeit. Nicht weiter verwunderlich, denn Apomorphin ist als Brechmittel bekannt. Die erektionsfördernde Wirkung war auch hier ursprünglich nur ein Nebeneffekt. Genau diesen erhoben die Pharma-Forscher nun jedoch zur Hauptsache und drängten die Auslösung des Brechreizes der Pille so weit zurück, dass schließlich nur noch jeder fünfzigste Testkandidat Übelkeit verspürte.

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