> Der Markt wächst


Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden in Zukunft noch weitere Potenzpillen auf den Markt kommen, denn der Markt ist noch längst nicht ausgereizt: Die heutige Gesamtzahl von vier bis sechs Millionen gelegentlich oder dauerhaft Betroffenen wird sich nach Schätzungen von Pharmaunternehmen in den kommenden 20 Jahren verdoppeln. Zahlen, die auch eine Studie des Urologen Dr. Theodor Klotz, Privatdozent an der Uni Köln unterstreicht: Dem "Cologne 8.000 Men Survey" zufolge wird die Zahl der Erkrankungen an "Erektiler Dysfunktion" bis 2030 auf 5,65 Millionen steigen. Bei der Studie wurden Faktoren wie das soziale Umfeld, Lebensgewohnheiten, Begleiterkrankungen, Miktionsstörungen (Störungen bei natürlicher Blasenentleerung), Medikamente und Operationen von 8.000 Männern zwischen 30 und 80 in einem Fragenbogen erfasst und ausgewertet.


Hinzu kommt, dass bislang bei weitem nicht alle betroffenen Männer fachliche Hilfe suchen: Nur rund zehn Prozent von ihnen vertrauen sich einem Arzt an, und das meist erst drei bis vier Jahre nach Auftreten des "Durchhängers". Viagra & Co. scheinen dies aber zu ändern, nicht zuletzt durch die öffentliche Diskussion, die das Thema Impotenz salonfähig gemacht hat: Seit der Einführung von Viagra hat sich die Zahl der ärztlich festgestellten Fälle von Impotenz bereits verdoppelt. "Männer sprechen heute wesentlich offener über ihre sexuellen Probleme", bestätigt Dr. Ulrike Brandenburg, Sexualforscherin an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, diese Tendenz aus ihrer Praxis.


Und das Potenzial im Marktsegment der Potenzpillen ist enorm: Bei "nur" einer Million Viagra-Kunden derzeit liegt der Umsatz in Deutschland bereits bei 100 Millionen Euro pro Jahr, weltweit sind es 1,5 Milliarden Dollar. Auch Cialis-Hersteller Lilly-Icos rechnet für die nächsten Jahre mit einem ähnlich hohen Umsatz. So ist verständlich, dass die Börsianer jetzt mit Spannung auf "Levitra" von Bayer schauen – in der Hoffnung, dass die Pille nicht nur der Manneskraft, sondern auch dem Kurs des "Lipobay"-geschwächten Bayer zu neuer Stärke verhelfen kann.







Das kosten die Pillen



  • Viagra: 4 Tabletten (25 mg) ca. 41 Euro
  • Uprima: 2 Tabletten (2 mg) ca. 22 Euro
  • Ixense: 2 Tabletten (2 mg) ca. 22 Euro
  • Cialis: 4 Tabletten (10 bzw. 20 mg) ca. 48 Euro.
  • Die Preise für Levitra stehen noch nicht fest. Einen Preisrutsch wird die aufkommende Konkurrenz jedoch nicht auslösen, darin sind sich die Marketingexperten der Pharmabranche einig: Mit etwa 10 Euro pro Tablette wird sich vermutlich auch Vardenafil am Preis der Vorgänger orientieren.

Hilfe bei körperlichen Potenzstörungen

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